Produktbilder Erstellung

Produktbilder optimal einsetzen (2)

Produktbilder Erstellung selbst gemacht

Erfolgreich eigene Produktbilder anfertigen

Bei der eigenhändigen Produktbilder Erstellung ist es wichtig, bestimmte professionelle Standards einzuhalten. Das hört sich im ersten Moment schlimmer an als es ist. Ich bin auch alles andere als ein begabter Fotograf – eher das konkrete Gegenteil. Mir fehlt das echt das richtige Händchen für. Allerdings gilt das fast nur für meine Privaten Aufnahmen. Meine „Businessbilder“ werden es zwar nie zu einer eigenen Ausstellung schaffen, aber ihren Zweck erfüllen sie. Zum meiner Zufriedenheit und zum optischen Wohl meiner Kunden.

Die sieben wichtigsten Tipps, um „verkaufbare Produktfotos“ selber zu machen, habe ich in der folgenden Auflistung aufgeführt

7 Tipps für erfolgreiche Produktbilder

Folgende Minimalpunkte sollten bei der Produktbilder Erstellung beachtet werden:

  • Ein vernünftiger Hintergrund: Dieser sollte möglichst hell oder weiß gehalten sein und durch nichts ablenken
  • Eine überlegte Ausleuchtung: Achten Sie darauf, dass keine Schatten geworfen werden. Dann können Sie später (wenn nötig) den Hintergrund insgesamt leichter bearbeiten
  • Ein potentieller Einbau ergänzender Dekoartikel: Diese dürfen auf keinen Fall vom eigentlichen Produkt ablenken
  • Im Idealfall fotografieren Sie die Objekte ohne Blitzlicht. Dadurch vermeiden Sie störende Spiegelungen
  • Wenn schon, denn schon: Fotografieren Sie das gute Stück aus verschiedenen Blickwinkeln. Alles was das Produkt im schönsten und sinnvollsten Winkel von sich gibt, sollten Sie festhalten
  • Es sollten fotogene Personen sein, die Ihre Produkte präsentieren. Freunde und Kollegen die schnell genervt sind und dann keine Lust mehr haben still zu stehen, sind selten dafür geeignet. Denken Sie auch daran, sich von den „Models“ die Genehmigung einzuholen, die Bilder mit deren Konterfei im Shop (und damit quasi weltweit) veröffentlichen zu dürfen
  • Verwenden Sie die höchstmögliche Auflösung bei der Erstellung des Originalbildes. Nur so verliert es nach seiner Komprimierung nicht zu viel „Ansehen“ im Shop

Wichtig:
Vermeiden Sie auf jeden Fall die Verwendung von pixeligen Bildern. Das ist ein absolutes „No-Go“. Solche billig wirkenden Aufnahmen hinterlassen beim Besucher den Eindruck, dass dem Betreiber seine Produkte und deren Präsentation relativ egal sind. Da fragt sich dann schon mal der potentielle Kunde, wie wohl erst der Versandservice aussieht und wie die Kundenbetreuung in einem Retourefall reagiert, wenn noch nicht einmal ausreichend Interesse an einer attraktiven Produktpräsentation vorhanden ist.

Die attraktive Alternative

Eine Alternative zur eigenen Bildproduktion ist es, die Fotos von kompetenten Dritten anfertigen zu lassen. Ich mache das seit geraumer Zeit immer öfter, um bei umfangreichen Bildaufnahmen nicht vollkommen die Lebensfreude zu verlieren. Dazu suche ich mir beim Ausblick auf eine etwas umfangreichere Zeitdauer (vier Stunden am Stück und mehr) Unterstützung bei den Fotoaufnahmen. Es gibt da nämlich tatsächlich Menschen, denen es Freude und Spaß bereitet, sich intensiv mit dem ganzen Prozedere rund um die Fotobearbeitung auseinander zu setzen.

Ich unterteile diese „Fotografiefreaks“ – wie ich sie persönlich voller Ehrfurcht nenne – in zwei Gruppen. Zum einen in die eher künstlerisch veranlagte Gruppe. Diese Personen machen hervorragende Fotos und bearbeiten bzw. verfremden diese dann anschließend. Allerdings ist das zugleich auch deren Schwachpunkt. Diesen kreativen Freaks geht es in erster Linie um künstlerische Fotos. Diese Fotofreunde sind zu bevorzugen, wenn es um einprägsame Fotos bzw. Fotocollagen für Kategorie- und Infoseiten im Shop oder für begleitende Blogs geht.

In der Regel geht es jedoch um Produktbilder zur Verkaufsförderung, die sich in erster Linie durch ihre inhaltliche Ausstrahlungskraft hervorheben. Jedes einzelne Bild muss überzeugen. Der Inhalt muss dabei dominierend im Vordergrund stehen und nicht die Kunstform des Fotografierens. Für diese Art Fotos sind die nüchternen Fotofreaks aus der zweiten Gruppe zuständig. Sie sorgen für klare, eindeutig verkaufsfördernde Bilder ohne jeglichen Schnörkel.

Optimale Anzahl der Produktbilder

Die eine optimale Lösung gibt es nicht, da kommt es auf das einzelne Produkt an. Bei einigen Waren (zum Beispiel Hundefutter eines namhaften Herstellers in einem 5kg Sack), reicht eine einzige Abbildung vollkommen aus. Komplett anders sieht es hingegen in den Bereichen Schuhe und Bekleidung aus. Fast alle Schuhshops bieten für jeden einzelnen Schuh, fünf bis zwölf verschiedene hochwertige Bilder an. Das hat sich durch den starken Wettbewerb mit der Zeit so verselbstständigt. Es wird von den Kunden begeistert angenommen und hat sich dadurch zu einer Art Standard entwickelt.

Faustregel für die Produktbilder Erstellung

Allgemein gilt die Faustregel: Je komplizierter, feiner oder passgenauer der Gegenstand ist bzw. sein muss, desto wichtiger ist die optische Detail-Präsentation. Diese sollte möglichst aus allen relevanten Perspektiven erfolgen. Von vorne, von hinten, von den Seiten, von oben, von unten und aus Blickwinkeln, aus denen das jeweilige Produkt besonders unwiderstehlich erscheint.

Nicht vergessen: Die (vielen) Bilder müssen auch einen Sinn machen. In meinem Shop haben gut 90% aller Angebote lediglich ein Produktfoto. Mehr braucht es da einfach nicht. Die anderen 10% verfügen bei mir über zwei Abbildungen und lediglich ein paar Sonderfälle haben drei bis vier Bilder am Start.

Format, Größe und Abmessung der Bilder

Eines vorab, damit keinerlei Verwechslung entsteht: Mit „Format“ ist nicht der sichtbare Umfang des Bildes gemeint, sondern das Dateiformat, in dem das Bild abspeichert wird.

Die beiden gängigsten Formate für Produktbilder im Shop sind JPEG und PNG. Wenn Sie Ihr Originalbild in eines dieser beiden Formate umwandeln, achten Sie unbedingt darauf, dass deren Auflösung mindestens 72 »dpi« (steht für dots per inch und gibt Auskunft über die Anzahl der Punktdichte) beträgt.

Die Normalgröße der Bilder sollte zwischen 600 und 800 Pixel liegen. Bei der genauen Festlegung muss man gucken, was am besten passt und was vor allem, das (optische) Bauchgefühl sagt. In meinem Shop beträgt die Standardgröße für die großen Bilder 800×800 Pixel. Für meine Produkte ist das absolut ausreichend. Es gibt aber auch Shops (meistens im Schuh- und Fashion-Bereich), die verwenden doppelt so große Bilder. Der optimale (Standard) Farbmodus ist RGB.

Komprimierung nicht vergessen

Sehr wichtig ist auch eine möglichst hohe Komprimierung der Bilder. Speziell Produktbilder, die auf den Startseiten bzw. den Kategorieseiten angezeigt werden, sollten extrem stark komprimiert sein, damit vor allem diese hoch frequentierten Seiten schnell geladen werden. Auf den Produktseiten selber dürfen dann ruhig die größeren und „besseren“ Produktbilder verwendet werden. Diese Seiten werden beim modernen Shops schon im Vorfeld in den Browser geladen, so das deren Anzeige dann schneller geht, als der allererste Aufruf der Startseite.

Fortsetzung folgt:
Im dritten Teil geht es um Sinn oder Unsinn von Wasserzeichen in Bildern und um die Nachbearbeitung von bereits aktiven Produktbildern und auf was bei deren „Verschönerung“ ganz besonders zu achten ist. Und noch viel mehr…

…und hier geht es zum ersten Teil: Produktbilder im Onlineshop

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