Gutscheine verwenden im Onlineshop

Gutscheine effektiv einsetzen (2)

Gutscheine im Shop

Passende Onlineshop Gutscheine einsetzen

Im ersten Teil hab ich ja vornehmlich meine persönliche Skepsis gegenüber der Angebotsnutzung von Gutscheinen im eigenen Onlineshop dargestellt. Absolut objektiv stelle ich nun einige der zuvor aufgeführten Varianten ausführlich vor. Ich hab mir drei Modelle ausgesucht, mit denen ich bei meinen Agenturkunden sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, das nicht alle Gutscheinvariationen bei allen Shops identisch erfolgreich sind. Was bei dem einen absolut zündet, kann sich bei einem Shop in einer anderen Branche als totaler Rohrkrepierer herausstellen. Oftmals hilft in solchen Fällen tatsächlich mein Standardspruch am besten weiter: Probieren geht über Studieren.

Folgend nun einige meiner Gutschein Favoriten. Sie bringen meiner Erfahrung nach bei kleinen und mittleren Shops den besten Nutzen für den Shopbetreiber.

1) Der Sonderaktion Gutschein

Der Einsatz dieses Gutscheins lohnt sich für die allermeisten Shopbetreiber immer dann, wenn (viel zu viel) Ware im Lager dauerhaft liegen geblieben ist oder wenn – aus welchen Gründen auch immer – gerade ganz starke Flaute im Shop ist. In so einem Fall kann zum Beispiel ohne großen Aufwand auf die Schnelle eine „Sieben-Tage-Sommerwetter“ Aktion eingeläutet werden. Oder es wird die „Eiskalte Coolness Woche“ ausgerufen. Bei solchen Aktionen wird ein Gutscheincode genommen, der zu der jeweilgen Aktion passt. Er wird unübersehbar auf der Webseite angezeigt wird und absolut hemmungslos auf allen anderen, gängigen Internetseiten (Gutscheinportale, Social-Media, Foren etc.) bekannt gegeben.

Das ist zwar nun nicht unbedingt eine superkreative Aktion, die vollkommen neu und anders ist – sie klappt aber sehr zuverlässig und ist ohne „Hilfe von Außen“ von jedem Shopbetreiber in Eigenregie umsetzbar.

Aber Vorsicht bei (zu) eiligen Aktionen! Trotz aller Schnelligkeit sollte man mitunter über die ein oder andere Sonderaktion etwas länger nachdenken. So manch kurzfristiger Geistesblitz ging auch schon mal derbe nach hinten los. Legendär ist die missglücke Rabattaktion eines Onlinehändlers bei der Fußball-WM 2014. Dieser gab vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen das Team aus Brasilien einen Gutscheincode aus und versprach, bei einem Sieg der deutschen Mannschaft für jedes deutsche Tor am Folgetag 10% Rabatt zu gewähren. Das deutsche Team gewann das Spiel und schoss dabei 7 Tore. Der Händler bekamm zwar viel Publicity, aber insgesamt wurde es richtig teuer für ihn.

2) Der Treue-Gutschein

Dieses Modell habe ich im ersten Teil bereits schon kurz erwähnt. So ein individueller Treue-Gutschein wird nur zu ganz besonderen Anlässen an treue Kunden verteilt. Da wo langjährige Mitarbeiter eines Unternehmens eine kleine Medaille (oder ähnliches) vom Chef bekommen, erhält in diesem Fall der dauertreue Kunde für seine Verbundenheit einen Gutschein. Dieser stellt sozusagen eine Auszeichnung als eine Art „Premium-Kunde“ dar. Es wird ihm angezeigt, das er von dem Shopinhaber wahrgenommen und geschätzt wird.

Diese wohlwollende Mitteilung sollte allerdings nicht einfach so nebenbei per E-Mail verschickt werden. Das halte ich für keine gute Idee. Aus meiner Praxiserfahrung heraus behaupte ich, dass in diesem Fall die klassische Mitteilung per Briefpost am allerbesten ankommt. Die Höhe der Gutscheinsumme sollte erkennbar über den Standardsätzen liegen. Ich empfehle Richtwerte von 20 – 25% Rabatt bzw. zwischen 50 und 100 Euro. Beide Varianten sollten allerdings sicherheitshalber an eine Mindest- / Maximalbestellsumme gekoppelt werden.

3) Der Jahrestag Gutschein

Der Name sagt im Grunde schon alles aus über diesen Gutschein, der in Deutschland nur sehr selten verwendet wird. Das macht ihn allerdings auch gleich um einiges attraktiver. Beim Kunden bleibt er durch seinen Seltenheitswert im Zusammenhang mit dem damit in Verbindung stehenden Onlineshop bestens im Gedächtnis hängen. Das Gute an diesem Modell ist die Tatsache, das der registrierte Kunde hierbei nicht schummeln kann. Den Jahrestag-Gutschein erhält er einmal pro Jahr, jeweils zum Jahrestag seiner ersten Bestellung. Der Gutschein wird ihm per E-Mail mitsamt einer Mitteilung und einem dankenden Vermerk zu seiner Treue zugeschickt. Die empfohlene Gutscheinsumme liegt hier zwischen 10 und 25 Euro und ist gekoppelt an die jeweilige Bestellsumme.

Onlineshop Gutscheine selbst kreieren

Neben diesen drei erwähnten Gutscheinvarianten und den sieben anderen Varianten aus meiner Auflistung im ersten Teil, gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. Warum sich nicht mal selber eine Gutscheinvariante ausdenken. Die meisten Shopsysteme haben ein Gutscheintool von Haus aus installiert, das sich für fast alle Zwecke problemlos anpassen lässt. Ein einzigartiger Gutschein stellt für einen Onlineshop zudem ein sehr effektives Alleinstellungsmerkmal dar, welches nicht unterschätzt werden sollte.

 

Der abschließende Gutschein Tipp

Die – in welcher Form auch immer – verteilten Gutscheine verfügen in der Regel über einen Zahlen- und Buchstabencode, den der (neue) Kunden zum Abschluss des Bestellvorgangs manuell eingeben muss.

Die Codes sollten möglichst bis acht- bis zwölfstellig sein. Den realen Sinn dahinter kann man lange suchen. Das ist reine Marketingstrategie. Codes mit vier Stellen wirken billig und überflüssig. Da fragen sich viele Neukunden zurecht, warum man die nicht gleich weglässt und die Prozente automatisch an der Kasse abzieht. Solche Short-Codes werden tatsächlich vielfach einfach nur als störend angesehen.

Codes mit bis zu zwölf Stellen haben hingegen etwas Geheimnisvolles an sich und wecken speziell beim Erstbesteller ein erhöhtes Interesse. Das mag kurios sein, ist aber so. Des Weiteren empfehle ich innerhalb des Gutschein-Codes einen internen Erkennungscode zu integrieren, um später in Erfahrung bringen zu können, welcher Gutschein wie, wo und wann genutzt wurde.

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